Arbeitsbereich Ethik und Bildung
Leitung:
AOR Dr. Julia Dietrich
Tel.: +49 / 7071 / 29-77986
MitarbeiterInnen:
Dr. Julia Dietrich, Leitung des Arbeitsbereichs, EPG Koordinationsstelle
Dr. Uta Müller, EPG Koordinationsstelle
Mone Spindler, Diskurs: Biogerontologie
Barbara Lohner, Diskurs: Biogerontologie, studentische Hilfskraft
Dr. Cordula Brand, Klausurwoche: Psychologie statt Ethik?
Adrienne Marquart, studentische Hilfskraft
Aufgabe
Der Arbeitsbereich Ethik und Bildung widmet sich der Theorie ethischer (Urteils-) Bildung und fördert den Transfer zwischen dem IZEW und dem Bildungsbereich: Wie 'funktioniert' ethische Urteilsbildung? Wie kann ethische Urteilsbildung in Schule, Hochschule und Gesellschaft gefördert werden? Welche ethischen Fragen sind mit ethischer Bildung verbunden?
Idee
Wenn sich die Ethik in den Wissenschaften als interdisziplinäres und als konkretes, handlungsorientierendes Unternehmen versteht, muss sie auch die Vermittlungsprozesse reflektieren und gestalten, die mit ihr in der Forschung sowie in Schule, Hochschule und Gesellschaft verbunden sind. Aber auch die (ethische) Bildung selbst wirft ethische Fragen auf: Wie lässt sich ein Profil ethischer Grundbildung als solches begründen? Welche gesellschaftliche Autorität sollte ethischen ExpertInnen und LaiInnen zukommen? Welche Bedeutung haben Bildungsprozesse in einer digitalisierten Welt?
Entstehung
Der Arbeitsbereich wurde im Jahr 2000 eingerichtet. Damit wurde die Empfehlung eines Gutachtergremiums der Universität umgesetzt, die erfolgreiche Arbeit des Projekts „Schule Ethik Technologie“ (SET) auf Dauer zu stellen. Das IZEW hat damit als einziges Ethikzentrum in Deutschland sein Engagement für die Vermittlung als festen Arbeitsbereich institutionalisiert und nimmt eine führende Rolle in der Didaktik der Angewandten Ethik ein.
Ethisch-Philosophisches Grundlagenstudium (EPG)
Der Arbeitsbereich war mit den beiden vom Land geförderten Projekten Landesweites Wissenschaftliches Begleitprogramm zum Ethisch-Philosophischen Grundlagenstudium (EPG) (2001-2005) und Ethisch-Philosophische Grundlagen im Vorbereitungsdienst (2001-2005) maßgeblich an der Konzeption und Einführung des Ethisch-Philosophischen Grundlagenstudiums (EPG) in die Lehramtsstudiengänge Baden-Württembergs beteiligt. Im Arbeitsbereich Ethik und Bildung ist daher auch die EPG Koordinationsstelle der Universität Tübingen angesiedelt, die dort auf optimale Rahmenbedingungen für eine interdisziplinäre, forschungsorientierte Ethik-Lehre zurückgreifen kann.
Tätigkeitsschwerpunkte und Themen
Die aktuellen Tätigkeitsschwerpunkte liegen auf der Entwicklung von Ethik-Modulen in BA/MA Studiengängen, in der Graduiertenbildung und im gesellschaftlichen Diskurs sowie auf der Konzeption und Implementierung der Ethik als Schlüsselkompetenz, auf der Entwicklung von Evaluationsinstrumenten und auf der Förderung einer fächerübergreifenden Ethik in den Wissenschaften in der schulischen Bildung.
Thematische Forschungsschwerpunkte sind die Theorie ethischer Argumentation und praktischer Rationalität (Dr. Julia Dietrich), das Verhältnis von Moralpsychologie und Ethik (Dr. Cordula Brand), ethische Fragen des Umgangs mit dem Körper, insbesondere ethische Fragen der Altersmedizin (Diskurs: Biogerontologie, Dr. Uta Müller, Mone Spindler) und der Schmerzmedizin (Dr. Julia Dietrich), sowie das Verhältnis von Literatur bzw. Sprache und Ethik (Dr. Julia Dietrich).
Aktuelle Projekte
Diskurs: Biogerontologie
Im Rahmen des ELSA Projekts wird ein Diskursmodul „Ethik der Biogerontologie“ zu den ethischen, rechtlichen und sozialen Implikationen der biologischen Altersforschung und ihrer möglichen altersmedizinischen Anwendungen entwickelt. (Gefördert vom BMBF)
Ethik als Schlüsselkompetenz – Ethik in BA- und MA Studiengängen
Das Ziel dieses Arbeitsschwerpunkts ist es, die ethische Reflexion in BA- und MA Studiengängen und in der Graduiertenbildung zu fördern, sei es im Rahmen eigenständiger Ethik-Module oder als berufsorientierte, überfachliche Schlüsselqualifikation.
Klausurwoche: Psychologie statt Ethik?
Die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Klausurwoche ELSA "Psychologie statt Ethik? Zu den Chancen und Risiken empirischer Moralforschung für unser ethisches Selbstverständnis" findet im März 2014 in Tübingen statt.
Ambiguität und Ethik
Der Arbeitsbereich ist an dem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Graduiertenkolleg 1808 "Ambiguität - Produktion und Rezeption" beteiligt.
Arbeitskreis Ethik und Bildung
Mit wechselnden Schwerpunktthemen bietet der Arbeitskreis ein Forum für fachwissenschaftliche Querschnittsfragen des Arbeitsbereichs. Alle Mitglieder, Assoziierte und KooperationspartnerInnen des IZEW sind herzlich zur Teilnahme eingeladen.


