Arbeitsbereich Ethik und Bildung

Idee

Wenn sich Ethik in den Wissenschaften als interdisziplinäres und als konkretes, handlungsorientierendes Unternehmen versteht, muss sie auch die Vermittlungsprozesse reflektieren und gestalten, die mit ihr in der Forschung sowie in Schule, Hochschule und Gesellschaft verbunden sind. Auch Fragen nach der Vermittlung ethischer Kompetenzen in der beruflichen Fort- und Weiterbildung sind zu bedenken. Aber auch die (ethische) Bildung selbst wirft ethische Fragen auf: Wie lässt sich ein Profil ethischer Grundbildung als solches begründen? Welche gesellschaftliche Autorität sollte ethischer Expertise zukommen? Welche Bedeutung haben Bildungsprozesse in einer digitalisierten Welt? Das IZEW hat als einziges Ethikzentrum in Deutschland das Engagement für die Ethikvermittlung als festen Arbeitsbereich institutionalisiert und nimmt eine führende Rolle in der Didaktik der Angewandten Ethik ein.

Aufgabe

Der Arbeitsbereich Ethik und Bildung widmet sich der Theorie ethischer (Urteils-) Bildung und fördert den Transfer zwischen dem IZEW und dem Bildungsbereich: Wie 'funktioniert' ethische Urteilsbildung? Wie kann ethische Urteilsbildung in Schule, Hochschule und Gesellschaft gefördert werden? Wie kann ethische Reflexion in Theorie und Praxis der (beruflichen) Weiterbildung gefördert werden? Welche ethischen Fragen sind mit ethischer Bildung verbunden?

Tätigkeitsschwerpunkte und Themen

Die aktuellen Tätigkeitsschwerpunkte haben unterschiedliche Themenfelder im Fokus. Es geht einerseits um Grundlagenfragen der sog. Angewandten Ethik, die auch den Bildungsbereich betreffen. Zu diesem Themenfeld gehören auch die Projekte, die sich mit ethisch-philosophischen Fragen der Digitalisierung der Medien befassen und das Diskursprojekt zu ethischen Fragen der Biogerontologie. Weiterhin steht im Arbeitsbereich der Problemkomplex der Vermittlung ethischer Kompetenzen im Zentrum, dabei geht es nicht nur um die Lehramtsausbildung, sondern um Vermittlung von Ethik für Studierende aller Fächer und Studiengänge. Schließlich ist das Thema „Ethik in der beruflichen Weiterbildung“ und deren theoretische Fundierung ein wichtiges Aufgabenfeld.

Leitung

AOR Dr. Julia Dietrich

Tel.: +49 / 7071 / 29-77987

E-Mail: julia.dietrich[at]uni-tuebingen.de

 

im Wintersemester 2016/2017 und Sommersemester 2017 vertreten durch:

Dr. Uta Müller

Tel.: +49 / 7071 / 29-77984

E-Mail: uta.mueller[at]uni-tuebingen.de

MitarbeiterInnen im Arbeitsbereich:

 

Dr. Sebastian Ostritsch, Koordinationsstelle für das Ethisch-Philosophische Grundlagenstudium (EPG); Koordination Ethicum

Dr. Sebastian Stein, Koordinationsstelle für das Ethisch-Philosophische Grundlagenstudium (EPG)

Dr. Cordula Brand, Starter-Projekts „Grundlagen der Organisationsethik: Theoretische Begründung und praktischen Implementierung aus interdisziplinärer Perspektive“ (zus. mit Dr. Uta Müller)

Kerstin Schopp, Projekt „Grundlagen der Organisationsethik"

Leona Litterst: Projekt „Diskurs Biogerontologie“ (BMBF)

Christiane Burmeister: Projekt „Ethik in Organisationen: Bildung und Soziales“ (gefördert vom Ministerium für Wissenschaft und Kunst in Baden-Württemberg)

Simon Ledder, geprüfte wiss. Hilfskraft im Projekt „Ethik in Organisationen“

Benedikt Rittweiler, Starter-Projekt „Zum Problem der Anwendung in der sog. ‚Angewandten Ethik‘“

Gabriela Röber, Starter-Projekt „Zum Problem der Anwendung in der sog. ‚Angewandten Ethik‘“