Abgeschlossene Projekte am Forschungsschwerpunkt Sicherheitsethik

AMBOS (2017–2019)

Abwehr von unbemannten Flugobjekten für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben

  • Das deutsch-österreichische Kooperationsprojekt AMBOS wird ein System zur Abwehr von Drohnen in definierten Sicherheitsbereichen erarbeiten. Dazu werden anfliegende Drohnen detektiert, deren Bedrohungspotenzial analysiert und ggf. Abwehrmaßnahmen eingeleitet. Der deutsche Teil des Projektes beschäftigt sich mit der Erforschung akustischer Sensoren, der Funkaufklärung und der Implementierung von Störimpulsen zur Drohnenabwehr. Parallel wird ein Netzwerfer zum Abfangen als gefährlich identifizierter unbemannter Flugobjekte entwickelt. Durch die Fusion der unterschiedlichen Sensordaten wird ein umfassendes Lagebild erstellt, welches die potenziell gefährlichen Flugobjekte anzeigt und geeignete Interventionsmöglichkeiten vorschlägt.

 

SECTOR (2014–2017)

Secure European Common Information Space for the Interoperability of First Responders and Police Authorities

  • Das Ziel dieses Projektes war es, eine gemeinsame Informationsplattform für Ersthelfer und Polizeien zu entwickeln, um im Fall einer Naturkatastrophe die Interoperabilität und Zusammenarbeit der regionalen Datensysteme zu erleichtern und den Katastrophenschutz zu verbessern. Das IZEW trug zum Projektergebnis durch eine eingehende Technikfolgenabschätzung, ethisches Monitoring und einen Workshop zu Privacy-by-Design bei.
  • Schlagworte: Sicherheitsethik, Common Information Space, Ersthelfer, Katastrophenschutz
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MUSKAT (2014–2017)

Multisensoriell gestützte Erfassung von Straftätern in Menschenmengen bei komplexen Einsatzlagen

  • Ziel des Verbundprojekts war die Entwicklung eines multisensoriellen Systems bestehend aus mobilen Handkameras, Übersichtskameras sowie einer Zentrale, um in komplexen polizeilichen Einsatzlagen tatverdächtige Personen schneller lokalisieren und lückenloser nachverfolgen zu können. Dies soll die Dokumentation von Straftaten vereinfachen und somit eine verbesserte Beweissicherung bewirken.
    Das IZEW begleitete das Verbundprojekt Muskat durch die Erstellung zweier ethischer Gutachten. Als Unterauftragnehmer des Fraunhofer IOSB erfolgte eine kontinuierliche ethische Begleitung der Forschungsarbeiten. Die Arbeiten des IZEW untersuchten dabei sowohl die konkreten ethischen Auswirkungen des zu entwickelnden technischen Systems als auch die durch das System implizierten gesellschaftlichen Auswirkungen.
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SmartSec (2015)

How smart is ‘smart security’? Exploring data subjectivity and resistance

  • Diese Fallstudie untersuchte ethische und menschenrechtesbezogene Implikationen von ‚smart security‘-Systemen, die auf Basis von Big Data funktionieren. Der Hauptaspekt der Untersuchung war der qualitativ neue Grad an möglicher Diskriminierung durch automatisierte algorithmenbasierte Analyse großer Datenmengen und die Möglichkeiten, Menschenrechte einzufordern, indem durch Algorithmen getroffene Sicherheitsentscheidungen angefechtet werden.
  • Zentrale Veröffentlichung: Baur-Ahrens, Andreas, Marco Krüger, Regina Ammicht Quinn, Matthias Leese und Tobias Matzner (2015) How Smart Is “Smart Security”? Exploring Data Subjectivity and Resistance. Final Report. Tübingen: IZEW. http://hdl.handle.net/10900/66898. doi:10.15496/publikation-8318
  • Schlagworte: Flughafensicherheit, Menschenrechte, automatisierte Datenauswertung
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KRETA (2011–2014)

Körperscanner: Reflexion der Ethik auf Technik und Anwendungskontexte

  • Im Zentrum des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekts KRETA stand die Sicherheitstechnologie Körperscanner. Ziel des Projekts war es, die Einführung und Nutzung dieser Technologie ethisch, sozialwissenschaftlich und psychologisch zu analysieren. Ausgehend vom Thema „Sicherheitstechnologien und Menschen mit abweichenden Körperbildern“ beschäftigte sich KRETA mit allgemeinen Fragen nach Inklusions- und Exklusionsmechanismen von Sicherheitstechnologien und warf damit auch Fragen zum Verhältnis von Sicherheit und Gerechtigkeit auf. KRETA schloss an die Arbeit des im Dezember 2010 erfolgreich abgeschlossenen Projektes THEBEN an.
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Alert for all (2011–2013)

A4A

  • "Alert for All" war ein europäisches Forschungsprojekt, das im Rahmen des 7. Europäischen Rahmenprogramms (FP7) gefördert wurde. Ziel des Projektes war die Entwicklung eines fortschrittlichen, europäischen Ansatzes zur Alarmierung und zur Information der Bevölkerung in Krisensituationen.
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BaSiD (2010–2013)

Barometer Sicherheit in Deutschland. Sicherheiten, Wahrnehmungen, Lagebilder, Bedingungen und Erwartungen – Ein Monitoring zum Thema Sicherheit in Deutschland

  • Das Forschungsprojekt intendierte die Erstellung eines Barometers zu objektivierten und subjektiven Sicherheiten in Deutschland. Der vielschichtige, emotional und normativ aufgeladene Begriff „Sicherheit“ wirft komplexe übergreifende Fragestellungen auf, die im Rahmen von BaSiD in einem interdisziplinären Forschungsverbund untersucht wurden. Dementsprechend waren an dem Verbund die gesellschaftswissenschaftlichen Disziplinen Kriminologie, Medien- und Kommunikationswissenschaften, (Sozial-)Psychologie, Rechtswissenschaften, Soziologie und Ethik beteiligt.
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Live Detect 3D (2010–2013)

Ethische Begleitung im Projekt Live Detect 3D

 

MuVit (2010–2013)

MuViT: Mustererkennung und Video Tracking: sozialpsychologische, soziologische, ethische und rechtswissenschaftliche Analysen

  • MuViT war ein seit Mai 2010 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Programms für zivile Sicherheitsforschung für drei Jahre gefördertes Verbundprojekt. Ziel dieses Verbundes war es, mehrere technische Projekte beim Prozess der Entwicklung von Mustererkennungs- oder Video Tracking-Techniken (MEVTT) zu begleiten. MEVTT sollen die Effektivität und Effizienz herkömmlicher Datenauswertung (etwa bei der Videoüberwachung) steigern. MuViT war an vier deutschen Universitäten beheimatet und integrierte Perspektiven aus der Sozialpsychologie, Soziologie, Ethik und Rechtswissenschaft.
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THEBEN (2007–2010)

Terahertz-Detektionssysteme: Ethische Begleitung, Evaluation und Normenfindung

  • Das Projekt THEBEN befasste sich mit den theoretisch-konzeptionellen und konkret anwendungsbezogenen Fragen einer „Ethik der Sicherheit“. Dies geschah im spezifischen Kontext der Erforschung, Entwicklung und Implementierung von Sicherheitstechnologien, insbesondere von Terahertz-Detektionssystemen. Das Projekt reflektierte die Technologie dort, wo sie auf den Menschen angewandt wurde kritisch. Darüber hinaus entwickelte und evaluierte es Implementierungs-Szenarien, arbeitete Anwendungsempfehlungen aus und analysierte und bewertete gesellschaftliche Konzepte von Sicherheit im Zusammenhang mit Sicherheitstechnologien und bot schließlich auch noch Politik- und Forschungsberatung an.
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E - Sold (2009)

Ethische Expertise zur Erforschung von Stand-off Lie Detectors

  • Das Projekt E-SOLD beschäftigt sich mit den ethischen Fragen der Erforschung, Entwicklung und Implementierung von sog. Stand-off Lie Detectors.
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TeraSec (2006)

Active Terahertz Imagining for Security

  • Das EU-Forschungsprojekt Terasec befasste sich mit Strahlung in der Spektralregion von 0.1 - 10 THz (3mm - 300cm-1), der Frequenz zwischen 1011 und 1012 Hz. Terahertz-Strahlen haben die Eigenschaft, Papier, Plastik und Kleidung zu durchdringen. Geforscht wurde an der Anwendung der Terahertz-Strahlen für Sicherheitskontrollen beispielsweise auf Flughäfen. Die Strahlen ermöglichen es, den nackten Körper der kontrollierten Person am Bildschirm abzubilden.
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COPRA Expert Group

Comprehensive European Approach to the Protection of Civil Aviation

  • Das EU-FP7-Projekt COPRA hatte zum Ziel, aktuelle und zukünftige Luftsicherheitserfordernisse zu erforschen, Bedrohungen der Luftsicherheit zu analysieren, darauf abgestimmte Sicherheitslösungen und -konzepte zu identifizieren und eine Roadmap der Erfordernisse europäischer Luftsicherheitsforschung zu entwickeln. Das Projekt wurde vom Fraunhofer EMI koordiniert.
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LiSS

Living in Surveillance Societies

  • Das europäische Forschungsnetzwerk (COST Action IS0807, 2009-2013) hatte es sich zur Aufgabe gemacht, unser Wissen über Leben und Arbeiten im Zeitalter der Überwachung zu verbessern. Aus dem IZEW waren drei Personen Mitglieder des Netzwerks. Dr. Michael Nagenborg war zudem Mitglied des „Management Committee“ der COST-Action.
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